Vitaminpräparate: Sinnvoll oder reine Geldmacherei?
Marco Caimi
Wieviel für wen?
Mittlerweile scheinen wahre Grabenkämpfe ausgebrochen zu sein, ob unsere «normale» Ernährung ausreicht oder ob wir noch zusätzliche Vitamine oder andere Mikronährstoffe gebrauchen.
Insbesondere die Grosspharma und ihre Schreiberlinge bezichtigt die Vitaminhersteller der Geschäftemacherei. Vielleicht sollte man nicht mit Steinen schmeissen, wenn man selbst im Glashaus sitzt… Letztere wiederum möchten am Liebsten allen Zeitgenossen Unmengen von Zusatzprodukten andrehen.
Es ist absolut falsch zu behaupten, unsere heutige Ernährung würde alle Bedürfnisse an Mikronährstoffen abdecken. Durch Überproduktion und deren folgende Auslaugung der landwirtschaftlichen Böden ist der Nährstoffgehalt unserer Nahrung in den letzten Jahrzehnten erheblich zurückgegangen.
Ebenso falsch ist es zu behaupten, jedermann brauche Unmengen an Nahrungsergänzungsprodukten. Die Abhängigkeitsparameter sind:
• Art der Ernährung (Zubereitung, Lagerung, Transportwesen)
• Sorgfalt der Ernährung
• Einkaufsmöglichkeiten (Zeit, Logistik, Budget)
• Resorptionsfähigkeiten des Gastrointestinaltraktes
• Lebenssituationen (Di-Stress im Sinne von Todesfällen in nahem Umkreis, Krankheit, Trennung, Wohnortswechsel gegen den eigenen Willen, grosse finanzielle Probleme)
Gerade negative Stressfaktoren erweisen sich als Vitaminkiller erster Güte!
Wie soll man sich aber nun verhalten? Schon Hippokrates sagte: «Vor die Therapie haben die Götter eine Diagnose gesetzt!». Also am besten mal das Blut untersuchen lassen und rausfinden, ob was fehlt. Blut gibt viele Auskünfte und die Untersuchung ist unaufwendig.
Dann wissen alle, wovon sie sprechen. Alles andere ist Spekulation. Von beiden Seiten.
Schlagworte: Gesundheit












