Fisherman’s Friend StrongmanRun – Erlebnisbericht

Thömu Wyss

Strongman-Runner Thömu WyssKür am StrongmanRun in Thun

Neuer Tag, neues Glück. Ich erwache mit halb aufgeladenen Akkus und frage mich, ob ich mich vom gestrigen Kerzerslauf genügend erholen konnte. Jedoch bin ich voller Vorfreude auf die erstmalige Durchführung des Fisherman’s Friend StrongmanRun. Ein Unding von einem Namen, und nach erfolgreich bestandener Prüfung kann auch festgehalten werden: Ein Unding von einem Lauf. Sozusagen, die Mutter aller Läufe.

Persönliche Premiere auf einem Waffenplatz

run_6701-BlogAls für den Militärdienst untauglich eingestuft, komme ich dennoch zu meiner Premiere auf einem Waffenplatz. Und erst jetzt kann ich wirklich verstehen, warum meine Kollegen immer über die Rekrutenschule geflucht haben. Aber der Strongman ist ja freiwillig und so macht das Aufscheuern der Knie beim Durchrobben von Betonröhren Spass. Gemeinsam waten wir durch knietiefe Schlammbäder und finden es einfach nur geil. Mann kann das Kind im Manne nochmals so richtig ausleben und die Frauen mutieren zu Kampfsauen.

Und so sehen am Ziel auch alle aus: Schmutzig bis hinter die Ohren und wir fühlen uns wie Albert Zweifel nach seinen legendären Querrrennen: Kaputt, aber vollends glücklich. Die aufgescheuerten Knie und Ellbogen sind Trophäen, auf die wir Strongmen und Strongwomen stolz sind. Den Organisatoren gehört unser Dank und ein riesiges Kompliment für den Mut, ein neues Format an Läufen zu kreieren. Einmal etwas Gutes, was vom Ausland übernommen wurde. Der Anlass wird auch viele Noch-Nicht-Läufer zum vermehrten Schnüren der Laufschuhe motivieren. Die Kür ist geglückt und dieses März-Wochenende mit Kerzers und Strongman wird mir in bester Erinnerung bleiben.

© Allenspach Olivier, Fisherman's Friend StrongmanRun

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