Teigwaren und Pasta – perfekte Kohlenhydrate für Sportler

Redaktion FIT for LIFE

Kohlenhydrate, das Benzin der Sportler

Vor einem Wettkampf gilt: Kohlenhydrate bunkern, so viel es geht. Doch mit der Pasta-Party alleine ist es nicht getan.Welche Kohlenhydrate eignen sich am besten? Eine Anleitung zum effizienten Carboloading.

Swiss-Image

Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung hat im Rahmen der Überarbeitung der Lebensmittelpyramide die Empfehlung der täglichen Kohlenhydratzufuhr von früher 60% auf rund 50% herunter korrigiert. Der tatsächliche Verzehr liegt bei etwa 45%. Doch trotz dieser leichten Anpassung haben die Kohlenhydrate nichts an ihrer Bedeutung eingebüsst, erst recht nicht bei Sportlern.

Damit die Kohlenhydrate im menschlichen Körper als Energie genutzt werden können, werden sie im Dünndarm mit Hilfe von Enzymen in ihre Bausteine zerlegt und über die Leber, wo sie teilweise umgebaut werden, als Glucose in den Blutkreislauf gebracht.

Wenn die Glucosemoleküle chemisch miteinander so verbunden sind, dass unsere Verdauungsenzyme die Bindungen nicht spalten können, sind diese Kohlenhydrate unverdaulich und werden als Ballaststoffe bezeichnet. Die verdaulichen Kohlenhydrate liefern durchschnittlich rund 4 kcal Energie pro Gramm Kohlenhydrat. Je nach Form, in der sie vorliegen, ist diese Energie aber nicht gleich schnell verfügbar.

Pasta

Kohlenhydrate unterscheiden sich in der Geschwindigkeit der Verdauung und damit in ihrem Einfluss auf den Blutzucker und die Insulinausschüttung. Als Mass für die Wirkung auf den Blutzucker wird der glykämische Index (GI) verwendet. Der glykämische Index vergleicht den Blutzuckerverlauf nach dem Verzehr von verschiedenen Kohlenhydratquellen mit demjenigen von reiner Glucose (Traubenzucker). Der GI sagt vereinfacht, wie schnell ein Nahrungsmittel in den Blutkreislauf gelangt und wie stark der Blutzuckeranstieg ausfällt. Glucose ist am schnellsten nach dem Verzehr als Energie verfügbar und wird daher als Referenzwert genommen (GI von Glucose = 100).

Ein hoher GI von 70 bis 100 lässt demnach darauf schliessen, dass diese Lebensmittel bzw. Kohlenhydrate schnell in den Blutkreislauf gelangen und eine hohe Insulinausschüttung bewirken. Das Insulin hilft, den Blutzucker wieder zu senken, in dem die Glucose aus dem Blut in die Leber, Muskulatur oder ins Fettgewebe transportiert wird.

Swiss-ImageStudien zeigen, dass Mahlzeiten mit tiefem GI zu besserer Sättigung führen und den Insulinbedarf senken. Dies kann mit den geringeren Schwankungen des Blutzuckerspiegels sowie der längeren Magenverweildauer erklärt werden. Der glykämische Index alleine ist aber eher ein theoretischer Wert, welcher weder den absoluten Gehalt an Kohlenhydraten einer typischen Portionengrösse noch den gleichzeitigen Verzehr mit anderen Lebensmitteln berücksichtigt. So haben beispielsweise gekochte Karotten einen ähnlich hohen glykämischen Index wie Weissbrot. Um aber die gleiche Blutzuckerreaktion zu erreichen, müssten 1,4 kg Karotten im Vergleich zu zwei Scheiben Weissbrot verzehrt werden.

Ebenso spielen der Reifegrad und die Zubereitungsart eine grosse Rolle. Eine reife Banane zum Beispiel hat einen wesentlich höheren GI als eine unreife, weich gekochte Pasta haben einen höheren Index als bissfeste, und Kartoffeln variieren von einem GI 60 der Pellkartoffel bis zum GI 90 für die Bratkartoffel.

Vereinfacht kann davon ausgegangen werden, dass eine lange Garzeit und eine starke Verarbeitung bei stärkehaltigen Lebensmitteln den glykämischen Index erhöhen und damit die Blutzuckerreaktion verstärken. Dagegen wird die Freisetzung der Kohlenhydrate bei vollwertigen und faserreichen Lebensmitteln (Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse) verzögert, was eine geringere Blutzuckerreaktion bewirkt. Auch die Kombination von Lebensmitteln in der gleichen Mahlzeit beeinflusst die Blutzuckerwirkung stark. Werden beispielsweise die Cornflakes, welche alleine einen sehr hohen GI haben, zusammen mit Milch verzehrt, fällt die Blutzuckerreaktion bereits viel geringer aus. Dagegen kommt die dunkle Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil bei einem tiefen GI von 20 gegenüber einem üblichen Schokoladenriegel mit GI von rund 70 sehr gut weg.

AT-Verlag

Sportler achten bei ihrer Ernährung also vor allem darauf, wie schnell der Blutzucker reagieren soll. Kurz vor einem Sprintwettkampf empfiehlt es sich, Lebensmittel mit einem eher höhen  glykämischen Index (reife Banane) zu konsumieren, während am Vorabend des Gigathlons eine Portion al-dente gekochte Pasta (tiefer glykämischer Index) sicherlich kein Fehler ist.

Worauf Sportler beim Carboloading in Training und Wettkampf sonst noch achten müssen, erfahren Sie im FIT for LIFE-Artikel «Mit Carboloading zum Extraschub» (PDF).

Abgesehen vom glykämischen Index sollen Kohlenhydrate vor allem eines: Dem aktiven Menschen möglichst schmackhafte Energie liefern. Einige Rezeptideen, wie sich Kohlenhydrate in Form von Pasta lecker zubereiten lassen, hält das im AT-Verlag erschienene Kochbuch «Pasta» bereit. Auf 160 Seiten stellt die Autorin Jody Vassallo zahlreiche appetitliche und verführerische Pasta-Kreationen vor, die das nächste Carboloading zum Festessen ausarten lassen.

FIT for LIFE verlost an dieser Stelle zwei Exemplare des Kochbuches «Pasta» von Jody Vassallo. An der Verlosung teilnehmen können alle, die bis zum 21. März 2010 ein Mail an blog@fitforlife.ch schreiben, ihren Namen und die vollständige Adresse bekannt geben und ausserdem verraten, wie oft sie Pasta essen und welches das persönliche Lieblingsrezept beim Carboloading ist.

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Kommentare

22 Kommentare zu “Teigwaren und Pasta – perfekte Kohlenhydrate für Sportler”
Daniel 6.3.2010 20:00 Uhr

Ich esse in der Woche 2-3 mal Pasta. Meine Liebling Pasta ist al Arrabiata.

Larissa 6.3.2010 17:09 Uhr

Ich esse 3-4 mal die Woche Pasta. Meistens Penne oder Spagetti. Da würde es ein paar tolle neue Pastagerichte echt vertragen. Mein momentanes Lieblingsrezept ist Penne alle cinque Pi. Panna, prezzemol (Petersilie), parmigiano, puera die Pomodoro und pepe. Aber wer weiss, mit dem neuen Buch ist es dann vielleicht ein anderes…

Daniel 6.3.2010 15:11 Uhr

Ich esse 3-4 Mal Pasta pro Woche.
Mein persönliches Lieblingsrezept beim Carboloading:
Immer etwas Variation bei Pasta, Sauce am Liebsten Bolognese mit geriebenem Parmiggiano oben drauf (Hauptsache von meiner Frau gekocht!)

Maja 6.3.2010 15:10 Uhr

Pasta: am liebsten esse ich Müesli mit Dörrfrüchten oder Teigwaren mit getrockneten Tomaten-Sauce.

Daniela 6.3.2010 15:07 Uhr

Guten Tag
Ich würde mich sehr freuen, ein Exemplar des Kochbuches Pasta zu gewinnen. Ich esse liebend gerne Pasta und so oft
wie möglich und in allen möglichen Varianten. Mein klarer Favourit sind Pesto Spaghetti mit selber gesähtem und
verarbeitetem Basilikum.
Vielen Dank und sportliche Grüsse

Ruedi 6.3.2010 14:57 Uhr

Seit meinem 1. Marathon und vor längeren Wettkämpfen blieb ich immer meiner Tasse Haferflocken treu welche ich in 1/2
Lit. Milchwasser,einer Brise Salz 5 Min. köcherle und im Teller mit einem Esslöffel Honig süsse.
Rezept von Hansueli Minder, Pfarrer und Gewinner div. längeren
Wettkämpfe, z.B. Napfmarathon.

Peter 6.3.2010 14:55 Uhr

Hallo Fit For “lifer”
ich esse ca 3mal pro Woche Pasta in verschiedenen Variationen.
For einem Wettkampf esse ich immer eine dreifache Portion Spaghetti al Pomodoro.

Donato 6.3.2010 14:49 Uhr

Wie man meinem Namen ansehen kann, sind Teile meiner Wurzeln im südlichen Italien. Verglichen mit den mir bekannten Durchschnittsitalienern kann ich beim Pasta-Konsum sicherlich nicht vorne mithalten. Dennoch ist Pasta aus meiner Ernährung überhaupt nicht wegzudenken. Als Hauptgericht (Beilagen ausgeschlossen) gibt es bei mir sicherlich 2x wöchentlich Pasta. Mein Lieblingsrezept beim Carboloading sind Penne an einer Sauce aus Cherry-Tomaten, getrockneten Tomaten, Olivenöl und Basilikum. Je nach Lust und Laune gibt’s noch etwas Parmigiano drüber.
So, das wars von mir…in der Hoffnung auf das Kochbuch

Erika 6.3.2010 14:45 Uhr

Wir essen zweimal pro Woche Teigwaren, vor einem grösseren Wettkampf täglich.
Meine Lieblingsrezepte
- Penne od. Nudeln mit Crevetten an einer Tomaten-Sherry-Sauce
- Penne mit Auberginen-Tomatensauce
- Spagetti-Bolognaise
Ich hoffe, das Glück ist auf meiner Seite.

Philippe 6.3.2010 14:43 Uhr

Lieblingsrezept: Vollkornspaghetti Bolognese
Pasta/Woche: ca. 2X

Beat 6.3.2010 14:34 Uhr

ich esse 2 x pro Woche mit Genuss Pasta; am liebsten in Form der “Aelpler Makronen”

Hans 16.2.2010 18:17 Uhr

Ich habe auf ketogene Ernährung umgestellt und esse deshalb nur ganz selten Pasta. Wenn ich aber mal Pasta esse, am liebsten mit Pesto.

Barbara 16.2.2010 17:50 Uhr

Pasta, liebend gern. Bei uns 2 – 3 mal pro Woche. Dabei mögen wir die verschiedensten Varianten je nach Saison, Angebot aus Garten, Kühlschrank oder Vorrat. Im Frühjahr z.B. Penne mit grünen Spargeln, Schinken, Frühlingszwiebeln und Rahm, im Sommer mit einem feinen Ratatouille oder einer Pesto aus frischen Gartenkräutern, im Herbst eine feine Kürbislasagne und im Winter mit einer Gemüse-Safran-Rahmsauce mmh… und immer viel geriebenen Sbrinz dazu.

Jutta 15.2.2010 12:45 Uhr

Früher gab es jeden Samstag Spaghetti. Jetzt sind Nudeln eher Beilage, ca. alle 14 Tage.

Patricia 11.2.2010 11:44 Uhr

Also ich esse 2-3 mal die Woche Pasta, am liebsten mit O-öl, Parmesan und Basilikum

Urs Schiegg 8.2.2010 12:02 Uhr

2 mal pro Woche
Pasta mit Parmesan und Basilikum

Martin Zürcher 8.2.2010 11:58 Uhr

Ich esse ca. 2-3 mal Pasta pro Woche.
Fürs Carboloading kommt nur Spaghetti-Carbonara ist Teller ;-)
PS: Ein Teigwarengratin ist auch nicht zu verachten.
Mit freundlichem Gruss, Martin Zürcher

Antonia 31.1.2010 16:01 Uhr

2-3x pro Woche gibt es Pasta. Mein Lieblingsrezept: Spaghetti mit Knoblauch, Olivenoel und Parmesan…..

Newswertig » Trainieren gestern und heute 28.1.2010 17:45 Uhr

[...] wie Trainiert werden muss, mehrfach gewandelt haben, sind einige Dinge beim Alten geblieben. An der Rolle der Kohlenhydrate hat sich im Verlauf der letzten Jahre nichts geändert. In den 1980er Jahren waren sie für den Ausdauersportler genau so wichtig, wie sie es heute sind. [...]

Stefan Mettler 26.1.2010 17:46 Uhr

Weil ich an Zöliakie (Mehlunverträglichkeit) erkrankt bin, darf ich keine Pasta geniessen. Falls ich gewinne, würde ich das Buch gerne meinem Bruder schenken, der in zwei Monaten in einen eigenen Haushalt zieht und noch nicht kochen kann! Wer könnte das Kochbuch somit besser gebrauchen, gerade weil er auch sehr aktiv Sport betreibt.
Meine Kohlenhydrate bestehen meist aus einem indischen oder asiatischen Gericht bzw. aus dem Reis, welches das Gericht bereichert. Super schmeckt mir zum Beispiel die Poulet-Reis-Suppe. Gibt vor und nach dem Sport Power! Nach 20 min ist das Gericht bereits zubereitet – was will man mehr?
Reis-Suppe mit Poulet

Vera Baltensperger 22.1.2010 16:42 Uhr

Wow…das ist super!
Ich esse Pasta immer vor Wettkämpfen, grundsätzlich am liebsten jeden Tag, aber da ich immer selber kochen muss bleibt es meist bei ca. 1x die Woche. Aber wenn ich natürlich neue tolle Rezepte hätte, dann könnte ich mich zum mehr Pasta kochen motivieren.
Mein Lieblingsrezept: Pasta mit Vera-Sauce. Tja, was heisst das nun wieder:
VeraSpezialSauce = Zwiebel, Karotten, Zuccetti, etwas Selleri, alles mittelfein gedünstet und mit Rotwein abgelöscht (natürlich guter Wein…). Mit Pellati gekocht 1-2h, gut gewürzt, immer wiedermal etwas Wein dazu….dann Chili (aber nicht zuviel), frischer Basilikum, Pfeffer und was man auch immer mag. Dann etwa Tomaten-Puree…und bald fertig. D.h. grundsätzlich einfach Gemüse-Tomatensauce. Auch Cherry Tomaten darin sind ganz gut!
Mit Penne, Spaghetti oder was auch immer…hauptsache Pasta :-)
Aja…damit ich noch mehr Varianten beim Pasta kochen bekomme…

Dominik 22.1.2010 15:40 Uhr

Pasta Verzerr: 3x wöchentlich
Carboloading-Tipp: Rösti mit rohen Kartoffeln und Olivenöl.

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