Qualität vor Quantität – Auch und gerade im Radsport

Redaktion FIT for LIFE

Ironman by GonsethWeniger im Training ist mehr im Wettkampf

Je mehr Training, desto grösser der sportliche Erfolg?! Nicht immer ist das so? Im Gegenteil. Deutsche Sportwissenschaftler haben in einer Studie soeben gezeigt: Es liegt kein systematischer Zusammenhang zwischen Trainingsumfang und internationalen Erfolgen vor.Dennis Sandig von der Universität des Saarlandes und Stephan Turbanski vom Sportwissenschaftlichen Institut der Universität in Frankfurt haben Trainingsmethoden für Nachwuchsradsportler untersucht und festgestellt: Es liegt kein systematischer Zusammenhang zwischen Trainingsumfang und internationalen Erfolgen vor.

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass für den sportlichen Erfolg vielmehr die Qualität des Trainings die bestimmende Variable im Trainingsprozess ist. Der gezielte Wechsel von Be- und Entlastung spielt das entscheidende Zünglein an der Waage, wenn es um den Ausbau der Leistungsfähigkeit gehe. Das gilt selbstredend auch für Hobbysportler.

Die Autoren empfehlen Sportlern, hinsichtlich der Quantität des Trainings nicht zu übertreiben, sondern mehr auf den eigenen Körper zu hören, um «Übertraining »zu vermeiden. Das Verhältnis von intensiver Trainingszeit zum Ertrag ist nämlich von den jeweiligen physischen und psychischen Voraussetzungen abhängig. Eine definierte Belastung im Training muss keineswegs bei allen Sportlern zur gleichen Beanspruchung führen.

Übertraining kann bei Sportlern zur Leistungsstagnation führen oder sogar eine verringerte Leistungsfähigkeit, chronische Überforderung erhöhte Verletzungsanfälligkeit zur Folge haben.

By Intercycle

Quelle: Sandig, D./Turbanski, S.: Trainingserfolg planen – von der Quantität zur Qualität des Training, in: Sport und Training aktuell, September 2009, 1 – 3.

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