Mein Weg an die Ironman World Championships 70.3

Irene Gambaro

Irene Gambaro mit ihrer BMC Team Machine SLT01«Erst für den Gigathlon 2005 lernte ich kraulen»

Zum Ironman und Ironman 70.3 kam ich via Gigathlon. Ich absolvierte den zweitägigen Gigathlon 2005 mit einer Laufkollegin im Couple. Start war in Tenero, Ziel in Basel. Die Knacknuss war der erste Tag für mich: 3,5km Schwimmen – das bedeutete für mich eine absolute Premiere, musste ich doch während der Winterzeit erst einmal kraulen lernen!

Dann gings weiter mit 28km Inline-Skaten (mit happigen 250 Höhenmetern) und nach einer fünfstündigen Pause mit dem Rennvelo über den Nufenen-, Grimsel- und Brünigpass.

Ironman Rappi 08 007

All diese Strecken mussten bewältigt werden, das schien für mich anfänglich ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Aber ich trotzte Kälte und Schneeregen und schaffte diesen ersten Tag. Des Schreibens kurzer Sinn: Wir bewältigen beide Gigathlontage zu zweit und plötzlich traute ich mir alles zu: Ironman und Halb-Ironman lagen für mich in greifbarer Nähe!

Da ich dieses Jahr die Älteste in meiner Alterskategorie bin, bestritt ich den Halb-Ironman Rapperswil-Jona im Sommer 2009 ohne Druck und Absicht auf einen Slot für die WM in Clearwater Florida. Bereits 2008 habe ich mich für Florida qualifiziert, ich musste deswegen nicht unbedingt nochmals die Quali schaffen. Der Ironman 70.3 Switzerland verläuft auf einer wunderschönen Wettkampfstrecke, und ich genoss einfach den tollen Blick auf Berge und See. Es lief mir gut, meine Kinder und mein Mann feuerten mich lautstark auf der Laufstrecke an und so beendete ich den Halb-Ironman 10 Minuten schneller als letztes Jahr und bekam den Slot für die WM, obwohl ich nur Zweite wurde. Nach kurzer Rücksprache mit meinem Mann löste ich das «Ticket» ein. Das heisst für mich: In vier Wochen fliegen wir ab in Richtung Florida.

Nun, meine Wettkampfsaison ist lang: Sie begann mit dem Zürich-Marathon. Ich bestritt einige kurze Triathlons, den 3-Tages-Gigathlon im 5er Team, den Ironman Switzerland, die ITU-Worldchampionship in London und andere mehr.

Wenn jeweils der Herbst kommt, schreit mein Körper eigentlich nach Ruhe. Diese kann ich ihm aber noch nicht gönnen! Dank des wunderbaren Wetters in den letzten Wochen konnte ich noch herrliche Rennvelo-Ausfahrten geniessen, unter anderem über den Pragelpass und den Klausenpass. So fällt mir das Trainieren eigentlich nicht schwer. Ausser das Schwimmen, das ist hart für mich in der Halle.

HerbstblätterAuch schöne Wanderungen durch den herbstlich gefärbten Wald mit meiner Hündin Chica bereichern meinen Trainingsumfang und dienen gar der aktiven Regeneration.

Die nächsten vier Wochen werde ich vor allem ins Laufen und Schwimmen investieren, aber ich werde Euch immer wieder kurz mitteilen, wie meine letzten Vorbereitungen für die Ironman World Championship 70.3 vom 14. November 2009 in Clearwater aussehen!

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