«Trockentraining» für Langläufer

Redaktion FIT for LIFE

Wintervorsorge mit Skike, Nordic Blading und Rollski

Viele Hobbyläufer vernachlässigen als Wintervorbereitung das «Trockentraining» wie Kraft, Ausdauer, Geschicklichkeit, Gleichgewicht und Technik. Andreas Schaad, Silbermedaillengewinner in der nordischen Kombination mit der Mannschaft 1988 an den Olympischen Spielen in Calgary, kann dies nur bestätigen: «Ich stelle immer wieder fest, dass das Hauptproblem der Langläufer das Gleichgewicht auf einem Bein ist». Schaad betreibt seit gut einem Jahr das Sportgeschäft und die Langlaufschule seines Vaters Schaadsport in Studen, in welchem er alles anbietet, was mit dem Langlaufsport zu tun hat: Rollski, Nordic Blading, Skike, Offroad-Skating, Nordic Walking und vieles mehr.

© Marius Stahlberger«Neben der Balance ist meist auch die Bauch-, Rücken und Armmuskulatur der Langläufer unterentwickelt», sagt Schaad. Der ehemalige Spitzensportler kennt auch die Gründe: «Im Sommer sind alle am Biken, Laufen oder Inline-Skaten, und wenn dann der Winter vor der Türe steht realisieren sie, dass sie auch für den Oberkörper hätten trainieren sollen.» Dabei gäbe es mittlerweile genug Möglichkeiten, um auch im Sommer Langlauf spezifisch trainieren zu können. Und auch viele, die richtig Spass machen.

Rollski: ideal für Langläufer

Der Klassiker für alle Langläufer sind und bleiben die Rollski. «Das kommt dem Langlaufen am nächsten», befindet Schaad. Auch das Material ist ähnlich. Auf die Rollski steigt man mit denselben Schuhen in die gleiche Bindung wie bei den Langlaufski. Auf Rollski kann man sämtliche Schrittarten wie auf Langlaufski ausführen und es ist sinnvoll, Technikübungen einzustreuen und nicht nur nach der Dauermethode an der Kondition zu feilen.

Inline-Skating und Nordic Blading: Alternativen auf Rollen

© EitzingerDas Aufkommen der Inline-Skates in den letzten Jahren hat dazu geführt, dass sich die Rollski zwar bei ambitionierten Langläufern aufdrängen, die meisten Hobbyskater sich aber mit anderen Alternativen begnügen. «Viele gute Inline-Skater sind tatsächlich meistens auch gute Langläufer», beobachtet Res Schaad. «Das Gleichgewicht kann auch auf den Skates sehr gut geübt werden und auch technisch lernt man Einiges, was man im Schnee braucht». Was beim Inlinen fehlt, ist die Abstimmung zwischen Armen und Beinen. Eine einfache Lösung für dieses Problem: Stöcke in die Hand nehmen und als Nordic-Blader losskaten. Und schon ist man durch die typische hoch-tief-Bewegung des Oberkörpers wieder ein Stück näher am Langläufer.

Skikes: Offroad-Skates beleben den Markt

© LuginbühlNeuerdings gibt es eine attraktive Alternative fernab geteerter Strassen: Das Skaten über Feld- und Kieswege. Eine einfache und bestens geeignete Form dazu bieten Skikes, bei denen man – ähnlich wie bei einer Snowboard-Bindung – mit dem eigenen Schuh (das kann ein Sportschuh oder aber auch der Langlaufschuh sein) in die Bindung steigt und diesen simpel mit einem Band festzurrt. Mit den Skikes erschliessen sich den Skatern neue Wege und Trainingsgebiete. Schaad jedenfalls zeigt sich vom Skike begeistert. «Bremsen geht super, sogar besser als mit Inline-Skates.»

Jetzt einen Kurs besuchen!

Wer also nicht gänzlich unvorbereitet in die Langlaufsaison starten möchte, tut gut daran, etwas dafür zu tun. Wieso nicht einen Kurs besuchen? Zum Beispiel bei Res Schaad in Studen: Rollski, Nordic Blading, Nordic Walking, Skike – alles im Angebot. Ab November gibt es jeden Sonntagmorgen ab 10 Uhr ein Skike-Training, bis zum ersten Schnee. Das Mietmaterial kostet 25 Franken und ein Schnupperkurs für eine Stunde 20 Franken. Anmelden kann man sich bis zwei Tage vor Kursbeginn via Mail an contact@schaad-nordicsports.ch. Alle Infos unter www.schaad-nordicsports.ch, weiter Infos zu Skikes findet man auf der Homepage vom World Inline Center in Schindellegi. Dort werden diverse weitere Skike-Kurse angeboten: www.nordic-skike.ch

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