Trans Swiss Run – Tag 2

Transswiss Runners

Erlebnisbericht von Joachim Siller

VerpflegungAls wir heute kurz vor 16:00 Uhr das Etappenziel in Brunni erreichten, durften wir erneut eine Besonderheit des Trans Swiss erleben. Denn Veranstalter Hans-Jörg Balmer lässt es sich nicht nehmen, die Ankommenden auf seinem Tischgrill zu bekochen. Gestern gab es Bratkartoffeln, heute leckere gebratene Maultaschen. Hinter uns, das heisst meinem Laufpartner Klaus Neumann und mir, lagen knapp 8 1/2 Stunden Laufen mit 58 km und 1560 m Aufstieg und 1400 m Abstieg.

Gestartet wurde heute morgen in Hulftegg, heute erstmals wie auch in den nächsten Tagen in zwei Gruppen, die langsameren um 7:30 Uhr, die schnellen Hirsche eine halbe Stunde später, um die Zeitdifferenzen an den Versorgungsposten und im Ziel etwas zu verringern. Das Wetter in den frühen Morgenstunden war zunächst alles andere als berauschend. Kühl und windig, grau und mit tief hängenden Wolken, die keinen Blick auf die landschaftlichen Reize zuliessen aber für mehr als ausreichend Luftfeuchtigkeit sorgten.

Laeufer

Bis KM 30 ging es abgesehen von wenigen kleinen Zwischenanstiegen stetig abwärts nach Rapperswil am Ufer des Zürisees. Von einem kleineren Regenschauer bei KM 20 kurz vor dem zweiten Versorgungsposten abgesehen blieb es aber trocken, und nachdem wir gegen die Mittagszeit den See erreicht hatten, klarte es zusehends auf.

Am anderen Ufer über Pfäffikon befand sich bei KM 38 die dritte Versorgungsstelle und im Anschluss daran erwartete uns die eigentlich einzige Herausforderung des heutigen Streckenabschnittes, auf 3,5 km ein Anstieg von 500 HM, kurz und knackig, Marke Wurzelpfad.

Oben angekommen ging es über eine sanft abfallende Hochebene bei mittlerweile einigen sonnigen Abschnitten vorbei am Sihlsee zur Klosterstadt Einsiedeln, wo vor dem schönen Kloster aus dem 17. Jahrhundert unsere letzte Raststelle aufgebaut war.

Der letzte Streckenabschnitt das Alptal hinauf bis zum Zielort, denkt man sich, sollte jetzt kein grösseres Problem mehr darstellen. Jedoch, so runde 18 km das Tal entlang, teilweise auf Radwegen aber auch in einigen Abschnitten die Strasse entlang, stellen dann doch für sich gesehen eine ganz nette Übung aus der Abteilung «mentales Training» dar.

Fazit: Eine Etappe, deren Herausforderung vor allem auch in der Länge lag, wiewohl wir wissen, dass was die täglichen Höhenmeter, die Schwierigkeit der An- und Abstiege betrifft, noch einiges mehr in den nächsten Tagen auf uns zukommen wird. Das Wetter war eigentlich das, was man als ideales Laufwetter bezeichnen könnte (30 Grad auf der Hochebene nach Einsiedeln wären auch kein Spass gewesen), verhinderte halt andererseits, dass die Landschaft sich in voller Schönheit in den Vordergrund spielen konnte.

Kartenmaterial und GPS-Daten waren wieder sehr gut vorbereitet, so dass es kaum ernsthafte Verlaufer gab. Und zur Verpflegung habe ich ja am Anfang schon alles gesagt – am Schluss wird man sogar noch bekocht.

Ich hoffe jetzt, dass das Wetter in den nächsten Tagen nicht schlechter wird und ich habe nach den ersten beiden Tagen jetzt schon einigen Respekt vor den nächsten Streckenabschnitten, vor allem der Etappe am sechsten Tag mit dann über 60 km Länge und mehr als 2700 HM.

Buffett

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