Trans Swiss Run – Tag 6: Königsetappe

Transswiss Runners

Roli Gyssler: Königsetappe tönt gut – hat aber durchaus Haken

wrw/PIXELIO7.15 Gruppe 1, exakt 7.45 Gruppe 2. Soweit so gut. Schon das erste Kartenblatt hat es in sich. die «besten Blätter» lassen sich in weniger als 30 Minuten durchlaufen, heute beschäftigt uns Blatt 1 sagenhafte 2.5 Stunden! Sieben weitere Kartenblätter warten auf uns, eine kurze Hochrechnung ergibt eine Ankunftszeit in den frühen Morgenstunden. Nnun, soweit lassen wir es nicht kommen.

Vom Gurnigelbad gehts in munterer Folge rauf und runter, tendenziell eher rauf bis auf die Pfyffe und von da mit einigen Gegensteigungen gewürzt ins «Zollhaus» runter. Zum Schwarzsee hoch ists schwül und der Schweiss fliesst in Strömen. Dort gibts bei VP3 eine feine Kartoffel-/Selleriesuppe. 400 m hoch gehts über einen namenlosen Sattel Richtung Greyerzerland. 700 m runter zum «Lac de Montsalvens». Dieser kommt auf der Karte malerisch daher, ist aber praktisch leer. Was sich da an Sedimenten sammelt im Laufe der Zeit ist erstaunlich. Der Uferweg hält was er verspricht, ist allerdings von der mühsamen Sorte. Es gibt praktisch nur zwei Zustände: rauf oder runter; ich hoffe, dass diese zahlreichen Steigungen bei den 2700 m Totalsteigung mitgezählt sind. Nach der Staumauer erfreuen uns 2 km der «Gorge de la Jogne», wieder jubelt das Läuferherz. Toll, für sowas bin ich doch hier. Gegen Ende der Schlucht versüsst uns der Duft der Schokoladefabrik Broc den Schluchtausgang.

swiss-image.ch/Stephan Engler; Gruyère

Nach der Saaneüberquerung am Fusse von Gruyères erwartet uns Jörg bei der letzten Verpflegung. Der letzte Liter Bio-Apfelschorle verschwindet in meinem Bauch. Ab hier steigts nochmals 400 m, die wir auf dem kürzesten Weg auf der Autostrasse bis Moléson-Village bei ebenfalls schweisstreibenden Konditionen hinter uns bringen.

Geschafft, im wahrsten Sinne des Wortes, sind heute wohl alle. Unterdessen sind auch einige Ausfälle zu beklagen. Peter, der bedauernswerte Kollege mit Schienbeinkantenentzündung, ist bereits von Interlaken heimgereist. Gueti Besserig! Andere kürzen eine Etappe und hoffen auf morgen.

Allenthalben wird fleissig geschmiert und gesalbt. Meine Probleme sind noch klein und die Symptome diffus, müde bin ich alleweil und hoffe, die Erholung garantiere mir morgen ein annähernd sorgenfreies Laufvergnügen.

Jetzt ist 20 Uhr und aus Hansjörgs Küche lockt Zürigschnätztlets mit Rösti und Salat. Der Mann kennt keine halben Sachen und schöpft aus dem Vollen – hurra!

E Guete.

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Kommentare

Ein Kommentar zu “Trans Swiss Run – Tag 6: Königsetappe”
Helmut Treichel 20.9.2009 9:24 Uhr

Lieber Walti
leider habe ich nichts über die letzte Etappe gelesen, hoffe aber, dass Ihr gut in Lausanne angekommen seid.
Nach den interessanten Berichten zu urteilen war der Lauf für alle ein großes Erlebnis, sie erinnern sehr an unseren vorjährigen Transswiss-Lauf. Nur dass wir von den Mücken verschont waren, welch ein Glück.
Viele Grüße und Glückkwünsche zu der tollen Leistung und die großartige Organisation an Dich, Hans-Jörg und Monika, Dieter, Bruno, Franz und alle anderen Teilnehmer Deiner Gruppe.

PS. Beim gestrigen Halbmarathon in Kressbronn trafen wir Thomas Weber. Wir sind jetzt startbereit für einen Kurzurlaub in den Dolomiten.

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