Als Pacemaker am Lucerne Marathon
Reto Curti
Reto Curti – zum zweiten Mal als Pacemaker dabei
In weniger als zwei Monaten ist es soweit: Ich bin das zweite Mal als Pacemaker am Lucerne Marathon mit dabei. Nach dem in 3h15 vor 2 Jahren sollen es dieses Jahr der Halbmarathon über 1h35 sein.
Nach anfänglichen Problemen mit der Lendenwirbelsäule zu Beginn des Jahres musste ich einsehen, dass es wohl gescheiter ist, wenn ich dieses Jahr nur über die halbe Distanz pace. Nun sind die Probleme am Abklingen und ich komme so langsam aber sicher in Schwung und die Resultate stimmen mich zuversichtlich. Neben dem Ziel Pacemaker gibt es natürlich auch noch Platz für andere sportliche Ziele, vor allem, wenn man bloss über den Halbmarathon im Einsatz ist. Bei mir sind dies: eine schnelle Zeit über 10 km und dann im Spätherbst eventuell noch ein schneller Halbmarathon.
Die Läufer, welche den Marathon laufen, sind da natürlich eingeschränkter. Einerseits sind sie jetzt in den Trainings zu einem grossen Teil mit den langen Läufen beschäftigt, welche ein Muss für jeden Marathonläufer sind. Andererseits können sie nicht noch viele andere längere Wettkämpfe bestreiten, wollen sie am 25. Oktober in Luzern parat sein.
Wir Pacemaker des Lucerne Marathons sind fast eine grosse Familie. Die intensiven Erlebnisse verbinden, und wir haben zum Teil neben dem Marathon auch privat Kontakt und trainieren sogar zusammen. Zudem organisiert der Veranstalter jedes Jahr ein Pacemaker-Treffen, dieses Jahr im Verkehrshaus Luzern. Neben Beat Schorno vom Lucerne Marathon war auch noch Marco Lorenzetti von Asics Schweiz mit dabei.
Dabei konnten wir die zur Verfügung gestellte Ausrüstung begutachten und testen. Bald werden wir nun dieses langersehnte Paket mit unseren Laufutensilien erhalten! Wir werden wirklich gut betreut vom Veranstalter Lucerne Marathon sowie Asics und spüren viel Wertschätzung.

Zudem wurde das neue Pacemaker-Bändeli mit der Marschtabelle präsentiert, bei welchem das Höhenprofil berücksichtig ist. Eine nicht zu unterschätzende Hilfe, ist die Strecke doch wahrlich coupiert! Erfahrene Läufer sind wir Schrittmacher alle, sonst würden wir kaum für so eine Aufgabe ausgewählt. Doch gibt es natürlich grosse Unterschiede. Einige von uns sind «alte» und zum Teil prominente Hasen, denen man nichts vormachen kann. Andere wie ich sind einfache, ambitionierte Hobby-Läufer. Die meisten Distanzen, sicher die des Marathons, werden von zwei Pacemakern abgedeckt, für den Falle eines Falles…
Bisher haben wir aber gute «Arbeit» geleistet und die vorgegebenen Zeiten wurden gut eingehalten. Irgendwie schon noch verrückt: Da rennt man zum Teil während 4-5 Stunden und am Schluss läuft man fast schon auf die Sekunde genau ins Ziel – pünktlich wie eine Schweizer Uhr! Ich erinnere mich an den km 16 im Marathon 2007, da haben wir uns als Jux bei den Mitläufern für den Rückstand zur Marschtabelle entschuldigt – dabei waren wir bloss 2 Sekunden zu langsam! Was zu einem allgemeinen Gelächter führte.
Für mich ist dieses in vielen Jahren entwickelte Lauf- und Zeitgefühl eines von vielen Zeichen, wie man durch Training seinen Körper besser kennen und einschätzen lernt. Und dieses «sich-spüren» ist zusammen mit dem intensiven Erleben der Natur der wichtigste Grund, weshalb ich Sport treibe. Frei nach dem Grundsatz: «anima sano in corpere sana»!

Schlagworte: Laufen, Lucerne Marathon












