Ökologische Sportevents – Tipps und Infos

Regina Senften

Wie ökologisch kann Multisport sein?

Wie ökologisch können sportliche Grossveranstaltungen sein? Welche Kompromisse wären die Sportler bereit einzugehen, wenn dafür das natürliche Gleichgewicht stimmt? Über das «Umweltgewissen» von Sportlern und Veranstaltern. Wir haben uns bei Gigathlon, Alpinathlon, Inferno Triathlon und anderen polysportiven Ausdauer-Anlässen umgesehen und herausgefunden: Multisportler sind in der Regel umwelt-affin und wünschen sich Sportanlässe, die ohne motorisierten Privatverkehr auskommen!

Dazu sind jedoch Rahmenbedingungen nötig, die nicht immer einfach zu erfüllen sind. Ein Gigathlon ausschliesslich mit ÖV ist eine Vision des Strategieausschusses von Swiss Olympic. Doch dazu braucht es eine gewaltige Logistik, ein ausgeklügeltes System von Zug- und Shuttelbussen und nicht zuletzt die Unterstützung und den Willen der Athleten. Im FIT for LIFE-Artikel lesen Sie, was es alles braucht, um einen Multisportanlass ökologisch zu machen.

›› Download FIT for LIFE-Artikel «Grüne» Sportveranstaltungen

Eine Vielzahl von Organisationen greifen das Thema «Ökologie und Sport» auf und liefern wertvolle Hinweise zu Kriterien und Messsystemen. Bereits in der Schweiz im Einsatz sind sogenanne Event-Scorecards. Das Institut für Tourismuswirtschaft der Hochschule Luzern hat zusammen mit Partnern eine Methodik kreiert, mit der aussagekräftige Daten zu den ökonomischen, ökologischen sowie sozialen Auswirkungen von Veranstaltungen (Sport, Kultur) erhoben, berechnet und verglichen werden können. Auf internationaler Ebene ist die Global Reporting Initiative (GRI) ein Instrument, welches Standards für die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten gibt. In Zukunft sollen damit Grossanlässe wie die olympischen Spiele und andere Sportevents betreffend wirtschaftlicher, ökologischer und gesellschaftlicher Aspekte gemessen und verglichen werden können. In der Schweiz beteiligen sich die Bundesämter für Raumentwicklung (ARE), Sport (BASPO) und Umwelt (BAFU) an der Erarbeitung dieser Richtlinien, die auch für kleinere und mittlere Veranstaltungen wertvolle Grundlagen liefern sollen.

Was kann man tun?

Nicht nur der Veranstalter muss Anstrengungen für «grünen» Sport unternehmen. Auch jeder einzelne Sportler kann mit seinem Verhalten zum Umweltschutz beitragen. Beispiele: Mit ÖV zu Training und Wettkampf reisen; nur einen Trinkbecher benutzen;  Abfall vermeiden und korrekt (getrennt!) entsorgen; Fahrgemeinschaften bilden; CO2 mittels Klimaticket kompensieren; natürliche und regionale Lebensmittel konsumieren; etc.

Die besten Links

Bundesam für Umwelt BAFU, Sport und Tourismus
Ecosport.ch
IG Saubere Veranstaltung
Event-Scorecard
Global Reporting Initiative
Klimaticket und CO2-Kompensation
WWF-Studie «Umweltperformance von Grossveranstaltungen
Mitfahrzentrale
Sportlich zum Sport
Mobilitätsdurchblick
Schweiz Mobil

Wie umweltaffin sind FIT for LIFE-Leser?

Wünschen Sie sich Multisportanlässe mit ÖV? Wären Sie bereit, am Gigathlon auf das Privatauto zu verzichten? Was dürfte das kosten? Wären Sie bereit, mehr für einen Anlass zu bezahlen, wenn die ökologischen Anstrengungen grösser wären? Oder: Weshalb brauchen Sie ein Auto für den Multisport? Schreiben Sie uns Ihre Meinung an blog@fitforlife.ch

Schlagworte: ,

Kommentar schreiben