Maxim Mountain Rally – Schon am Anfang am Ende
Marius Stahlberger
Die Letzten werden die Ersten sein – hoffentlich
«Es ist kein Rennen!» Am Sonntag Morgen, kurz bevor wir die einwöchige Alpenquerung in Angriff nahmen, definierten die Verantwortlichen nochmals klar, worum es bei der Mountain Rally geht: Geniessen, sein eigenes Tempo fahren, Pausen einschalten wann immer man Lust hat, keinesfalls schon am ersten Tag über den Verhältnissen fahren.
Also starteten meine Partnerin Andrea Freiermuth und ich eher im hinteren Drittel und nahmen es gaaanz gemütlich. Auf dem Weg von Rorschach nach Arbon kurz die Sandskulpturen anschauen, immer wieder ein kurzes Fotoshooting und locker die ersten Steigungen hoch.
Während einige der anderen 120 Teilnehmer bei der ersten passenden Gartenbeiz auf ein ausgedehntes Mittagessen verzichteten, liessen wir die Beine baumeln. Salat plus Hauptgang plus eine Mütze Sonnenschein – und schon waren alle Biker weg und wieder unterwegs. Nur die beiden vom OK, die hinter den Letzten die Mountain-Rally-Wegweiser einsammelten, leisteten uns noch Gesellschaft.

Klar, es ist ja eigentlich kein Rennen. Und eigentlich sollte es mich nicht beunruhigen, dass alle anderen etwas zügiger unterwegs waren. Aber ein Feld von hinter her betrachtet anzuführen und keineswegs aufrollen, das kratzt dann irgendwie doch am Selbstvertrauen.
Dass wir im Aufstieg (stossend) zur wunderschönen Hundwiler Höhe jemanden überholten, der einen Krampf im Oberschenkel hatte, baute mich auch nicht wirklich auf. Und alle Versuche, Andrea zu einem bisschen schnelleren Vorwärtskommen zu motivieren, wurden abgelehnt, da völlig logisch begründet: «Die Pommes Frites vom Zmittag fühlen sich nicht so gut an.» Aha, komisch. «Die Holländerinnen sind in der Steigung einfach stärker als ich.» Klar, die haben auch beste Trainingsbedingungen. «Ich habe einfach nicht ein so gutes Bike wie die anderen.» Das hingegen stimmt wirklich.
Ok, also finde ich mich damit ab. Wir sind die Langsamsten – zumindest waren wir dies am Sonntag. Und es ist ja kein Rennen!
Am Montag ist nochmals eine mittelmässig anstrengende Etappe auf dem Plan. Unsere Taktik: wir nehmens nochmals ganz ruhig – und sparen Kräfte. Denn am Dienstag kommt die Härteprüfung. Dann greifen wir an. Zumindest die Zweitletzten knöpfen wir uns vor!
Die erste Etappe der Mountain Rally als animierte Bildergallerie:
Schlagworte: Bike, Mountain Rally












