Gedanken und Sorgen zur Gigathlon-Rennvelo-Strecke vom Samstag

Gertrud Ammann

Grillplausch gestrichen - stattdessen früh ins Bett!

«Traumhaftes» Furkajoch

Sofort war ich Feuer und Flamme, als mich Urs Gerig, unser ODLO Sport Coach, anrief. Die Besichtigung einer Gigathlon- Rennvelo-Strecke wollte ich mir natürlich nicht nehmen lassen. Die Euphorie endete jedoch noch während unseres Gesprächs in Ernüchterung. Nämlich, als ich mich genauer mit dem Profil vertraut machte: 90 Km – von Buchs SG bis Oberriet – 1700 Hm.

Ach herjee… Da gibt es ja zwei Jochs zu bezwingen! Steinböcke? Schnee? Womöglich Eis oder gar Lawinengefahr? Eines wurde mir rasch klar: Um diese Tour mit Urs zu bewältigen, würde es am Vorabend keinen Grill-Weinplausch geben. Pasta stand auf dem Menüplan und der Rotwein musste wohl oder übel weiter im Keller liegen bleiben. Das Bettkissen wartete schon sehnlichst auf mich. Ich konnte nicht gleich einschlafen. Unzählige Gedanken gingen mir durch den Kopf: Schaffe ich das? Wieviele Riegel muss ich einpacken? Welche Kleidung muss ich mitnehmen? Regenjacke? Übersetzung 27/12: reicht das? Mit all diesen Gedanken schlief ich schliesslich ein und begann zu träumen.

Vom Furkajoch runter: «Do chasches lo tschädere lo»

Bei bedecktem Himmel fahren Urs und ich die ersten Kilometer los. Gut, dass uns der Weg zu Beginn noch grösstenteils durch flaches Gelände führt. Der grosse Verkehr bei Schaan lässt nach, sobald wir das Städtlein verlassen. Wir rollen unter bewölktem Himmel weiter durch kleinere Dörfer bis es langsam, in stets idyllischer Landschaft, zu steigen beginnt. Nun muss ich immer öfters die Schaltung betätigen und die ersten Schweisstropfen kommen zum Vorschein. Wir werden jedoch immer wieder mit kleineren Abfahrten belohnt. Ab Kilometer 38 beginnt es nun extrem zu steigen. Arm- und Beinlinge können nun definitiv im Trikot aufbewahrt werden und schön gleichmässig gehts im kleinen Gang die zwei Jochs hoch. Meine Leiden werden jedoch immer wieder stark gelindert durch die Blicke in die traumhafte Landschaft. Es ist einfach megagiga schön! Nach insgesamt 60 km haben wir es geschafft.

Gertrud Ammann

Furkajoch, 1759 m ü. M.: Was für ein einmaliges, herrliches Panorama, obwohl keine Steinböcke in Sichtweite sind! Da es nun doch einige Grade kälter ist, kommt mein Regenschutz sowie die Zeitung (jedoch nicht zum Lesen sondern als Schutz vor die Brust) zum Einsatz. Juhui und jetzt geht’s los! Mein absoluter Höhepunkt dieser Tour! So eine Abfahrt gibts nicht oft! Schöne, langgezogene Kurven lassen meinen Adrenalinspiegel von neuem steigen: «Do chasches eifach lo tschädere lo» bis in die Wechselzone nach Oberriet!!!

Das Allerbeste kommt noch: Das war gar kein Traum! Das ist die Gigathlonstrecke vom Samstag. Liebe Gigathlon-Rennvelofahrer/innen, Ihr dürft euch alle riesig darauf freuen!

Siehe dazu auch die FIT for LIFE-Bildergallerie vom Furkajoch.

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