Mittelrhein Halbmarathon – «perfect run» von Frank Schori
Redaktion FIT for LIFE
Imposanter Lauf mit überwältigendem Ausblick
Ich nahm am 1. Juni 2008 am «MiMa Mittelrhein Halbmarathon» in Deutschland teil. Ich habe erst vor etwa 2 Jahren mit Laufen begonnen und bin bis 2 Monate vor diesem «Halben» nie mehr als 10km gelaufen. Angefangen hat alles in Andalusien, in einer ASICS-Laufwoche mit der deutschen Marathonläuferin Claudia Dreher. In dieser Woche war tägliches Training angesagt – Intervall, Hügelläufe, Fahrtspiele und dann am letzen Tag der «LongJog». Ein wunderschöner Lauf in ein Fischerdorf in der Nähe des Hotels. Ich absolvierte diesen 16km-Lauf mit einer Laufkollegin aus der Gruppe. Am Abend dann im Hotel, aus einer Laune heraus, entschieden wir uns, uns zusammen für diesen Halbmarathon anzumelden – obwohl nur noch knapp 3 Wochen Zeit blieb zum Vorbereiten.
Wieder zuhause in der Schweiz dann sofort online anmelden und mit einem Trainingspartner drei Mal wöchentlich auf die Piste, genau das Umsetzen, was ich in der Woche gelernt hatte. Selbstverständlich fehlte auch hier nie der LongJog am Wochenende. Meine Laufkollegin (Sonja) aus der Laufwoche in Spanien spulte währendessen ihre Kilometer in Frankfurt ab.
Am Freitag, 30. Mai ging es dann mit dem Zug nach Frankfurt, wo Sonja mich erwartete. Wir fuhren weiter nach Koblenz am schönen Rhein. Ich bezog mein Hotel in Boppard, etwa 200m vom Startgelände entfernt. Samstag trafen wir uns wieder in Koblenz und besuchten zusammen mit Freunden die Läuferexpo und holten unsere Startnummern ab. Mit grossen Augen liefen wir durch die Läuferexpo und liessen uns an ein paar Ständen noch ein paar Tipps geben. Für uns Neulinge schon ein Highlight!
Am Sonntagmorgen standen wir dann so gegen 9 Uhr in der Meute. Keine Startblocks, sondern ein Massenstart mit etwa 15 000 Läuferinnen und Läufer. Dank der Zeitmessung mit ChampionChip brauchten wir uns beim Startschuss nicht zu beeilen, die Zeit zählt ja erst beim Überschreiten der Startlinie. Knappe 6 Minuten schlenderten wir vor uns hin, bis wir endlich die Linie überquerten. Ich startete meinen Garmin.
Die ganze Strecke ging dem Rhein entlang von Boppard nach Koblenz, da wo die Mosel in den Rhein fliesst, und der Ausblick nach dem Start war überwältigend – fast 2 Kilometer nur Läufer vor uns und da es am Anfang bergab ging und die Strecke sich in einer weitgezogenen Kurve bewegte sah es noch imposanter aus. Wir trabten in unserem Tempo – das Ziel für uns war nur «durchkommen» vor dem Zielschluss von 2:45 Minuten. Bis etwa Kilometer 6 ging es tipptopp, doch dann hatte Sonja einen Einbruch und wir verloren immer mehr an Geschwindigkeit. Bei Kilometer 13 wollte sie aufgeben und lies mich ziehen mit den Worten «mach, dass du ins Ziel kommst, ich schaffe es nicht». Ich zog los, verschärfte noch ein bisschen das Tempo und kam mit 2:26 ins Ziel.
Mit einer Zielzeit von 2:44 kam dann auch Sonja ins Ziel, eine Minute vor dem Besenwagen. Sie war überglücklich, dass sie es doch noch geschafft hatte. Trotzdem waren wir ein bisschen enttäuscht, dass wir es nicht zusammen geschafft hatten. Den Abend liessen wir dann in einem traditionellen Restaurant in Frankfurt ausklingen und plauderten noch lange über die Erlebnisse eines unvergesslichen Tages. Ich lud Sonja dann im letzten Herbst in die Schweiz ein und wir liefen den Greifenseelauf zusammen – und kamen auch zusammen ins Ziel (2:12).

Im Rahmen der Aktion «Your perfect Run» verloste FIT for LIFE in einer Zusammenarbeit mit Adidas fünf Gratisstartplätze für den Aletsch-Halbmarathon vom 28. Juni 2009, inkl. einer Hotelübernachtung in der Aletschregion für eine Person. Gesucht wurden Schilderungen vom schönsten Lauferlebnis, um an der Verlosung teilzunehmen. Die besten Texte werden in diesem Blog veröffentlicht.
Schlagworte: Halbmarathon












