Die Erholung eines «Gümmelers» oder Thömus Veloblog aus Giverola # 5

Thömu Wyss

Herrgott, ist das Leben doch schön!

Ob Regenetappe oder nicht, wie erholt sich eigentlich so ein «Gümmeler»? Jeder hat da individuell seine Vorlieben. Der eine will zuerst die gesamte Strecke zumindest gedanklich resp. lauthals am Biertresen nochmals durchgehen, der andere will zuallererst noch seinen «Hobel» reinigen. Von wo stammt eigentlich der Ausdruck «Hobel» fürs Rennvelo? Ich vermute, dass dies vom Schreinerlatein abstammt und der Sattel mit der Zeit den Allerwertesten «äs bizzi» abhoblet. Wäre zumindest eine Erklärung. Diejenigen unter den Bloglesern, die google- oder wikipedia-bewandert sind, können dies bei Gelegenheit für mich dann noch verifizieren und in den Kommentar schreiben.

Item, wir sind bei der Erholung stecken geblieben und ich kann ja nur für mich sprechen. Und bei mir ist es so: Ich schleppe mich mit allerletzter Kraft aufs Zimmer, entledige mich meiner nassen «Hudle» und lasse heisses Wasser in die Badwanne einlaufen. Boah, welch Wohltat, so ein gemütliches Bad zu zwicken, das kleine Quietschentchen zu Wasser zu lassen, das restliche Iso aus dem noch halbvollen Bidon zu «süggelen» und vor allem: diese super süssen Orangen zu essen; es gibt nichts besseres für mich als diese Orangen. Wahrscheinlich habe ich deshalb soviel Orangenhaut.

Aus dem mp3-player schnulzen die Orishas was von «corazon», es fehlt nur noch eine Havanna-Zigarre und ein «guapa chica», die mir ein paar Drinks vorbringt: Ich fühle mich wie Don Pablo. Herrgott, ist das Leben doch schön. Nachdem ich mich dann nach zwei Stunden mühsam aus der Badewanne hieve, ein kurzer verhaltener Blick in den Spiegel, Luft einatmen, erneuter Kontrollblick in den Spiegel. Wow, heute habe ich sicher 3,5 g Fett abgebaut. Noch weitere 1000 solcher Trainingstage und mein Idealgewicht ist erreicht, resp. wäre erreicht. Was ist das Leben ohne Hoffnung?

Wer liest den eigentlich so einen resp. meinen Blog? Jeder Zweite im Telefonbuch schreibt an einem Blog, aber nur jeder Dritte kann überhaupt lesen, da geht doch was gar nicht auf. Drum schreibe ich ab sofort keinen weiteren Blog mehr, ausser ich erhalte von Euch draussen ein Feedback, was Ihr überhaupt lesen wollt. Also, heute mach ich es mir einfach und lasse Euch arbeiten. Schickt mir ein SMS auf meine Nummer +41 79 478 70 32 mit Euren Wünschen. Denn unser Internet ist noch langsamer als der langsamste «Gümmeler» in der «Blüemligruppe». Und es wäre nicht das erste Mal, dass ich beim Herunterladen meiner Mails vom Hotel-Security geweckt worden bin mit der Aussage, er wolle jetzt eigentlich das Internet-Cafe schliessen. It’s up to you. Hasta pronto.

Kommentar schreiben