Energieschub am Trainingslauf
Daniel Stirnimann
Nüchtern oder doch lieber mit Energieriegel?
Am vergangenen Sonntag nahm ich am geführten Trainingslauf auf der GP-Strecke teil. Diese Trainings sind mit rund 500 Teilnehmern sehr gut besucht. Gelaufen wird aber in genügend vielen Gruppen, so dass es pro Gruppe mit 15 bis 20 Teilnehmer sehr angenehm zu laufen ist. Ein Vorteil gegenüber Vergleichbaren geführten Trainingsläufen ist, dass es auch für schnelle Läufer eine Gruppe gibt. Hinzu kommt eine Zwischen- und Endverpflegung, was diesen Anlass perfekt abrundet. Den Start meiner Gruppe habe ich mit dem Gang auf die Toilette in letzter Minute verpasst. Anstatt eines lockeren Einlaufens musste ich zwei schnelle Kilometer hinlegen, um den Anschluss zur Gruppe noch zu schaffen. Kaum aufgeschlossen ging es ziemlich flott weiter.
Eigentlich wollte ich die GP-Bern-Strecke an diesem Tag zweimal laufen, da ich einen Longjog auf dem Trainingsplan hatte. Da das Tempo hoch blieb, war ich mir aber nicht mehr so sicher, ob ich das überhaupt schaffen würde. Am Schluss benötigten wir für die ersten 10 Meilen rund 1:08h. Zurück bei Ausgangspunkt machte ich zuerst mal eine kurze Pause, trank etwas Isostar und ass einen halben Energieriegel.
Ich ging fest davon aus, dass die zweite Runde langsamer sein würde. Dieses Mal lief ich meinen eigenen Rhythmus, doch erstaunlicherweise konnte ich das Tempo ohne grosse Anstrengung halten. Am Schluss hatte ich auch für die zweite Runde 1:08h. Mit dem anschliessenden Nachhauselaufen lief ich grad 35 Kilometer mit einem Schnitt von 4:12 min/km. So schnell war ich auf einem Longjog noch nie unterwegs – und das auf der GP-Bern Strecke! Ok, der Puls war mit 143 (76%) etwas zu hoch, doch das lag wohl auch an der Streckenführung.
Ich habe mich mehrmals gefragt, warum dieses Training so gut lief. Der einzige Unterschied gegenüber anderen Trainingsläufen war, dass ich nicht nüchtern lief. Erstens hatte ich ganz wenig gefrühstückt, da wir erst um 9:30 Uhr losliefen. Zweitens habe ich mich Zwischendurch mit isotonischem Getränk und Riegel verpflegt. Ich glaube, das war der Unterschied.
Heute wollte ich diese These bestätigen und ass vor dem Abendtraining einen Powerbar-Energieriegel. Leider war das Verzehrdatum vor 6 Monaten abgelaufen. Tja, ich brauch diese Dinger seit ich nüchtern laufe einfach zu selten. Den Einfluss des Energieschubs konnte ich bis heute noch nicht bestätigen. Ein 6 Monate abgelaufener Powerbar hat ganz andere Eigenschaften und wirkt abführend! Glücklicherweise hatte es auf meiner Trainingsstrecke mehrere Toiletten! Jetzt habe ich die restlichen Riegel endgültig in den Abfall geworfen, sonst hätte ich so ein Ding womöglich noch an den Zürich Marathon mitgenommen.
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›› FIT for LIFE-Artikel «Nüchternlauf»
Schlagworte: Ernährung, Training








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