My Thai… im Schlaraffenland

Marius Stahlberger

Kokosnuss-Saft statt Isostar!

«Mai phet!» Einer der wichtigsten Sätze, wenn es ums Essen geht. Ich habs ja auch gern, wenn die Mahlzeit etwas gepfeffert ist. Aber diese grünen und roten Chillis hauen mich jedesmal fast aus den Sandalen! Lippen brennen, Zunge schmerzt, Nase läuft, Augen tränen. Deshalb beim Bestellen immer betonen: Mai phet – nicht scharf!

Hat man das intus, kann das Schlemmen beginnen. Die Vielfalt, welche die thailändische Küche präsentiert, ist riesig. Ein grosses Vergnügen ist es, durch die Märkte zu schlendern und bei jedem Stand etwas zu probieren.

Fondue a la Thai

Früchte, von denen wir Schweizer nicht einmal wissen, dass sie existieren. Currys in allen Formen und Farben. Mit Milch übergossenes grünsüsses Etwas, in das man Brot tunkt – Fondue a la Thai! Frittierte Ente und gedünstetes Gemüse, grillierte Fische gefüllt mit Zitronengras, dattelähnliche Nüsse, bei denen man zuerst herausfinden muss, wie sie zu knacken sind.

Andrea hat sogar Insekten degustiert – da lass ich dann lieber die Finger davon. Ich kann dafür kaum mehr auf meinen täglichen Kokosnusssaft verzichten. Ein wunderbar nahrhafter und schmackhafter Durstlöscher – wer braucht da noch Isostar?

Reissuppe oder Müesli?

Reis sollte man mögen, sonst hat man ein Problem. Es kommt schon mal vor, dass man dreimal am Tag weisse Körner isst. Als Suppe zum Zmorge, gebraten zum Zmittag, mit Curry zum Znacht. Da wünscht man sich dann für einen kurzen Moment ein Schweizer Brot auf den Teller. Aber nur für einen ganz kurzen Moment! Denn heute beispielsweise gabs ein Müesli mit frischen Früchten (Passionsfrucht, Ananas, Melone, Trauben, Banane, Apfel, …), selbstgemachtes Yoghurt und selbstgebackenes Baguette mit Butter und Konfi. Geschlemmt in Chiang Khong, auf einer Terrasse über dem Mekong.

Mal schauen, was uns ab morgen auf der anderen Uferseite erwartet. Dann probieren wir für 2 – 3 Wochen die laotische Küche. En Guete!

Unsere bisherige Route (ab Soppong):

Soppong – Pai: 47 km, 1400 Hm. Ein traumhaft schöner Pass mit einigen Serpentinen. Wunderbare Aussicht und eine geile Abfahrt.
Pai – Mae Taeng – Resort: Von Pai nach Mae Taeng mit dem Bus über unendlich viele Hügel, die wir uns ersparten. Dann über Umwege und 30 km in ein Resort.
Mae Taeng – Thaton: 130 km, 800 Hm. Rückenwind ermöglicht uns einen neuen Distanzrekord. Zwischendurch herrliche Landschaft, morgens noch im Nebel. Teilweise aber viel Verkehr.
Thaton – Chiang Rai: 92 km mit dem Boot auf dem Me Kok.
Chiang Rai – Chiang San: 75 km, 150 Hm. Schöne, flache Etappe auf Nebenstrassen. Von Chiang San 7 km bis zum Goldenen Dreieck und wieder zurück.
Chiang San – Chiang Khong: 65 km, 300 Hm. Schöne Strecke am Mekong entlang.

Voraussichtliche Fortsetzung:

Von Chiang Khong mit der Fähre über die Grenze, und laotisches Visum holen (sollte kein Problem sein, 30 Tage gültig). Dann mit dem Boot nach Pak Beng, von dort Richtung Oudom Xai pedalen und dann Luang Prabang ansteuern – und auf dem Weg dorthin viele Berge überqueren…

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Kommentare

5 Kommentare zu “My Thai… im Schlaraffenland”
prapasiri sukaravan (Eid) 18.4.2009 8:12 Uhr

Greeting from Prapasiri, Bangkok Thailand.
Do you remember our meeting last March at Lumpini Park ? If possible please send me the photos you took of me. Hope you did enjoy your trip here.

Shane 19.2.2009 22:06 Uhr

Hey bus boy!

What’s the point in giving me your email if your out of office is switched on???!!

Anyway have fun with the rest of your trip and dont fight too much :)

Shane (the guy that did cycle from MHS to Soppong)

Barbara 10.2.2009 19:47 Uhr

Hallo Ihr tapferen Radfahrer. Danke fuer den spannenden Bericht und die Insider-Informationen. Liebe Gruesse aus Uebersee, Barbara.

Rita und Titus 10.2.2009 9:14 Uhr

Ciao ihr Lieben
Das tönt ja richtig abenteuermässig…..
Ich würde mich in dieser Gegend auch wohl fühlen, wenn man vom Insektenessen absieht?! smile….
Ansonsten interessanter Bericht, man lebt richtig mit, macht weiter so…
Ri,Ti,Yl,Vi, Lo

Otto 8.2.2009 16:29 Uhr

Hallo Ihr tapferen Velofahrer,
Super Berichterstattung
Da schwitzt man ja richtig mit, obwohl’s draussen schneit.
Nelly und Alois staunen auch. Es hat zwar eine feine selber gemachte Kirschtorte gegeben, aber jetzt hätten wir doch noch Appetit für einen Fruchtsalat wie oben beschrieben

Weiter so
A-N-M-E-B

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