My Thai… treibt Sport!

Marius Stahlberger

…treibt Sport!

Schon einmal dicke Thailänderinnen oder Thailänder gesehen? Nicht? Kein Wunder, denn die sind auch alle etwas zwischen gertenschlank und sportlich gebaut. A: Ernähren sie sich gesund – dazu in einem späteren Blog mehr Und B: Sind sie sehr bewegungs- und sportorientiert. Dass das Bewusstsein für den Körper sehr gross ist, erkennt der Tourist spätestens daran, dass an jeder Ecke Thai- und Fussmassagen angeboten werden. Die zierlichen Masseurinnen kneten im Akkord selbst tiefliegende Muskeln richtig kräftig durch – Ausdauer und Kraft par excellence!
Auf dem Land – wo man mit dem Tourenvelo unweigerlich die meiste Zeit verbringt – begegnet man sehr vielen Bauern und Reisanbauer. Jahrelange knüppelharte Arbeit stählte deren Körper.

Freiluft-Fitnesscenter

Wer sich nicht schon Berufes wegen genügend abrackert, der tut dies in den vielen Freiluft-Fitnesscentren. Ja, richtig verstanden: Da stehen farbige Fitnessgeräte wie Beinpresse, eine Art Ruder-Zug-Maschine und Geräte für die Bauchmuskeln. Zum ersten Mal angetroffen haben wir einen solchen Fitnesspark in Chai Badan, einem kleinen Ort nördlich von Bangkok. Das Erstaunliche: Fast jedes Gerät wurde rege benutzt.
Von meiner Redaktions- und Blog-Kollegin Regina Senften weiss ich, dass dies in China ebenfalls gang und gäbe ist (siehe Artikel Breitensport in China.) Trotzdem, wenn man es mit eigenen Augen sieht, ist die Verwunderung gross. Wir liessen es uns natürlich nicht nehmen und haben neben den Radlermuskeln auch mal etwas für den Oberkörper getan.

Thaiboxer auf der Strasse?

Sport ist auf unserer Reise Richtung Nordthailand allgegenwärtig. Während wir uns beispielsweise am Morgen im Strassencafe für die bevorstehende Tagesetappe rüsten, streckt ein Thailänder seine Glieder, hüpft auf der Strasse hin und her. Vielleicht ein Thaiboxer? Wir wissen es nicht, da er kein Englisch sprach und unser Kauderwelsch in Thai noch keine richtige Konversation zulässt – auch dazu einmal in einem anderen Blog.

Basketball mit «echten» Körben

Fussballplätze, Volleyballnetze und Basketballkörbe findet man auf jedem Schulhausplatz. Und wenn nicht genug Basketballkörbe vorhanden sind, dann steht eben ein Schüler auf einen Schemel und hält einen Korb in die Höhe – so gesehen bei einem Sporttag einer ganzen Schule. Chearleaderinnen führen ihre zukünftigen Basketballstars an, unter Anleitung eines Chearleader-Coaches.
Und zwischen Reisfeldern und Zuckerrohrplantagen entdecken wir einen Crosstrainer, wie man ihn sonst nur bei den Flintstones sieht. Alles scheint eigenhändig konstruiert und geschweisst, das Rad besteht aus einem Mahlstein.

Openair-Aerobic

Back to the future in Sokhothai: Wir beobachten Aerobic zu fetzigem Thai-Sound. Etwa 50 Frauen und 2 Männer versuchen der Instruktorin tänzerisch zu folgen. Und das Openair, zwischen Palmen, Märkten und dem Fluss nebenan. An diesem Abend sind war aber zu müde, um mitzumachen. Und überhaupt: In dieser Stadt steht für uns die Kultur an erster Stelle – im UNESO-Weltkulturerbe, den Tempelruinen von Sokhothai.

Unsere Route

Unsere bisherige Route (Distanzen geschätzt, da wir nur einen defekten Tacho dabei haben):
Bangkok – Kaeng Khoi: mit dem Zug aus der Grossstadt, für ein einfaches Einrollen. 15 km mit dem Velo bis zum Hotel.
Kaeng Khoi – Chai Badan: 80 km, flach, heftiger Gegenwind, alles verkehrsruhige, gut befahrbare Nebenstrassen.
Chai Badan – Wichianburi: 70 km, flach, noch heftigerer Gegenwind, Nebenstrassen.
Wichianburi – Chum Saeng – Phitsanulok: 97 flache km bis Chum Saeng, Richtung u. a. aus windtechnischen Gründen nach Osten angepasst. Und: in Chum Saeng hält ein Zug, den wir noch am selben Abend erwischen.
Phitsanulok – Sukhothai: 60 km auf breitem, markiertem Velostreifen einer grossen Hauptstrasse.
Nächstes grösseres Ziel: über erste grosse Pässe auf Nebenstrassen nach Chiang Mai.

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Kommentare

2 Kommentare zu “My Thai… treibt Sport!”
Martina 18.1.2009 19:10 Uhr

Hey Mari!

schönä bricht – han au grad es paar erinnerige :-)
so gross häsch di wahrschinli doch no nie gfühlt…..
macheds guet und schöni zit!

sawatdikaaaaa, martina

Andreas 15.1.2009 21:34 Uhr

Hej Marius, wieso sind deine Beine noch so schneeweiss, gibt es in Thailand keine Sonne? Passt auf euch auf und lasst euch nicht überholen!

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