Intervalltraining: Weniger ist manchmal mehr
Daniel Stirnimann«Das Training da ist, um Kraft aufzubauen – nicht, um sich auszulaugen!»
Am Wochenende habe ich auf weiteres Lauftraining verzichtet, um mich vom Training der vergangenen Woche erholen zu können. Am äusseren linken Knie hatte ich leichte Schmerzen und am Steissbein eine Muskelverhärtung. Traurig, denn wirklich intensiv habe ich ja nicht trainiert. Aber vielleicht hat mir der Militärstress doch zugesetzt und eine gute Erholung verhindert.
Heute Stand ein Intervall-Training auf dem Plan. Um 10 Uhr war ich auf der Tartanbahn für 14 x 600 m mit jeweils 400 m Trabpausen. Während ich die ersten schnellen Runden lief, war ein älterer erfahrener Läufer am Auslaufen. Bei meinen Trabpausen kamen wir dann ins Gespräch. Wir sprachen über Trainingsintensität und Erholung, aber auch über vergangene und geplante Wettkämpfe. Mit seiner Aussage, dass das Training da ist, um Kraft aufzubauen und nicht, um sich auszulaugen, sprach er genau den Punkt an, von dem ich vor diesem Intervall-Training etwas Angst hatte. Nämlich, dass mich das Training zu stark ermüden würde und ich Ende der Woche wieder zu erschöpft sein würde und auf Alternativsportarten ausweichen müsste. Ich probierte seine Worte sogleich umzusetzen und bin die ersten zehn schnellen Einheit des Intervall-Trainings 1-2 Sekunden langsamer auf die 600 m gelaufen. Bei den letzten konnte ich mich dann nochmals steigern – und so glaube ich, dass ich ein prima Intervall-Training hingelegt habe. Ich denke, ich muss mir einfach zugestehen, dass ich momentan noch etwas verhaltener trainieren muss. Wahrscheinlich werde ich auch das Tempotraining in zwei Tagen etwas langsamer angehen. Wenn ich alle Lauftrainings diese Woche auf diese Weise absolvieren kann, dann hat sich das auf jeden Fall gelohnt.
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